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Riechen können

Riechen und Schmecken können ist für uns selbstverständlich und wir denken nicht darüber nach wie es wäre, wenn wir ohne diese Sinne auskommen müssten.

 

Es wäre ein Desaster! Wir würden nicht riechen wir unser Essen schmeckt. Wir wüssten nicht wann der Toast verbrennt.  Ja, wir würden nicht einmal mehr sicher sein können, ob wir selbst riechen. Wir vergessen sogar wir sauer eine Zitrone schmeckt. Denn unser Geschmackssinn ist untrennbar mit unserem Geruchsinn verbunden. Schon im Kleinkindalter speichert unser Gehirn Gerüche und den dazu passenden Geschmack und das Gefühl ab. Wir wissen also wie Schokolade, Kaffee oder Essig riecht und schmeckt und wie es sich anfühlt in etwas saures zu beißen.

 

Tatsächlich ist schon länger bekannt, dass nach viralen Infektionen immer mal wieder Riechstörungen auftreten können. Aber so direkt in den Fokus von Medizin und Wissenschaft sind Riechstörungen erst durch das aktuelle Virus geraten. 

 

Prof. Dr. Henrik Streek von der Universität in Bonn hat als Erster die Häufung von Riechstörungen bei Covid-19 Infektionen erkannt und das Phänomen des nicht- mehr riechen- und-schmecken- könnens wurde als  Indiz für eine Infektion mit dem Virus zu geschrieben und man sollte sich, sobald man sich dessen bewusst wird, dass etwas mit dem Riechsinn nicht stimmt, so schnell wie möglich isolieren. 

Heute wissen wir, dass der Verlust der Riechfähigkeit besonders Long-Covid-Patienten für lange Zeit begleitet. 

 

Riechstörungen können aber auch in Verbindung mit neurodegenerativen Erkrankungen, wie Parkinson und Alzheimer stehen bzw. eine Nebenwirkung einer Medikamenteneinnahme sein.

 

Ein gut funktionierender Riechsinn ist für uns existenziell.  

Was können wir also tun?

Trainieren! 

 

Prof. Dr. Thomas Hummel, HNO Experte am Zentrum für Riechen & Schmecken an der Carl Gustav Carus Universitätsklinik in Dresden erklärt wie es geht:  »Die Patienten sollen dabei jeden Morgen und jeden Abend für jeweils 30 Sekunden an vier verschiedenen Düften riechen. Dieses Training sollten sie konsequent über mindestens vier, teilweise aber auch bis zu neun Monate durchführen. Die Gerüche können dabei individuell gewählt werden. Wichtig ist nur, dass die Gerüche stark sind und einer der vier Düfte noch ein Gefühl wie ein Kribbeln, Stechen oder Kühlen auslöst.«

Sehr gut eignen sich ätherische Öle, aber auch ganz normale Haushaltsdüfte, wie Essig für ein Riechtraining. Geschnuppert wird dabei an Riechstiften. Diese sollten vorzugsweise einen Flakon aus Glas und eine Außenhaut aus Metall - gut für Unterwegs- haben. Im Flakon befindet sich ein Zellstoffröhrchen. Dieses wird mit den ätherischen Ölen oder anderen Trainingsdüften getränkt. Alternativ dazu gibt es auch die einfacheren Riechstifte aus Kunststoff. Vorsicht nur mit Zitrusdüften, auf Grund ihrer Zusammensetzung können diese tatsächlich Kunststoff auflösen. Ich habe diese hier getestet. Auch nach 2 Monaten konnte das Zitronenöl ihnen nichts anhaben. 

 

Eliane Zimmermann und Prof. Hummel empfehlen insbesondere die ätherischen Öle von Basilikum, Rose oder Rosengeranie, Pfefferminz, Zitrone und Orange, sowie Eukalyptus und Gewürznelke für ein effektives Riechtraining.

 

Wichtig ist, sich beim riechen immer ein Bild oder die Frucht selbst vor zustellen. Ziel ist sich daran zu erinnern wie eine Zitrone schmeckt. Oder, wann habe ich zuletzt Basilikum gegessen und wie hat das geschmeckt. Wie riecht und schmeckt zum Beispiel eine Gewürznelke. Wie fühlt sich ein Pfefferminzblatt an und welche Süßigkeit schmeckt danach.

 

Warum?

 

Gerüche und die Erinnerung daran sind fest im ältesten Teil unseres Gehirns, dem limbischen System gespeichert und durch das regelmäßige Training können sie wieder wachgerufen werden.

 

Riechtraining to go

 

In das Röhrchen werden vom jeweiligen ätherischen Öl 

maximal  5 Tropfen  getan. Mehrmals am Tag

(mindestens zweimal) für ca. 30 Sekunden dran schnuppern und - ganz wichtig - eine Verknüpfung mit den anderen Sinnen ( Schmecken, Sehen, Fühlen)  herstellen. 

 

In meinem Aromashop können Sie die Riechstifte oder den etwas exklusiveren Inhalier Stift  und auch das komplettes Trainings Set smell better  bestellen. 

 

 

Im Downloadbereich finden Sie die Anleitung auch zum ausdrucken.

 

P.S. Die Aromatherapeutin Eliane Zimmermann hat zu diesem Thema ebenfalls einen sehr interessanten Blogartikel geschrieben. Absolut lesenswert.

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